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Seite: Reisekrankheiten der Hunde  
Letzte Aktualisierung: 27/10/17   09:23
  27 Oktober 2017
Laila aus Bahrain

Aus Liebe mit Verstand

        Die Seite für eine seriöse Hundevermittlung

 

 

Mittelmeerkrankheiten, was versteht man darunter?


unter dem Begriff Mittelmeerkrankheiten sind all jene Krankheiten zusammengefasst, die im Mittelmeerraum vorkommen, darüberhinaus aber weltweit, also auch bei uns, verbreitet sein können.


Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es und wo kommen sie vor?

Für Menschen, die einen Hund aus dem Ausland adoptieren wollen oder die ihren eigenen Hund ins Ausland mitnehmen wollen, sind Kenntnisse über folgende Krankheiten von besonderer Relevanz:

Leishmaniose:
Die Übertragung erfolgt durch Sandmücken, die im gesamten Mittelmeerraum (u.a. Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Italien, Türkei) aber mittlerweile auch in Süddeutschland nachgewiesen sind. Sandmückenpopulationen innerhalb von Deutschland wurden mittlerweile sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten entdeckt. Die Sandmücke ist auf mediterranes Klima angewiesen, das infolge der klimatischen Veränderungen inzwischen auch in Deutschland zonenweise anzutreffen ist. Wegen der hohen Importrate leishmaniosekranker Tiere ist durch das Aufeinandertreffen von Überträger (Sandmücke) und Erreger (in infiziertem Organismus von Tier oder Mensch) eine zunehmende inländische Verbreitung nicht ausgeschlossen.
Die Leishmaniose-Infektionsrate von Hunden ist besonders im Mittelmeerraum stellenweise sehr hoch: In Andalusien sind bis zu 42 % der Hunde infiziert, auf Sizilien bis zu 80 %. Die Infektionsrate bei Menschen und Hunden hängt von der lokalen Sandmückenpopulation, deren Durchseuchung und Stechgewohnheiten ab (Quelle: Wikipedia).
Unbehandelt ist Leishmaniose für Hunde meist tödlich. Auch behandelt ist eine Heilung eher die Ausnahme. Erkrankte Hunde können aber mit entsprechender lebenslanger medikamentöser Einstellung noch  jahrelang ein befriedigendes Leben führen.

Ehrlichiose:
Die Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Relativ häufig ist eine gleichzeitige Infektion mit Babesien, da beide Erreger von denselben Zecken übertragen werden. Der Erreger gelangt durch den Biss der Zecke in den Organismus.
Ehrlichiose gibt es überall in Europa, aber besonders häufig im Süden und in östlichen Ländern. Die Erreger, Ehrlichien, sind eine Art Bakterien. Sie befallen die weißen Blutkörperchen und schädigen das Immunsystem. Eine unbehandelte Ehrlichiose kann infolge zunehmender schleichender Blutungsneigung zum Tod des Tieres führen (Quelle: Wikipedia).


Babesiose:
Auch die Babesiose wird durch Zecken übertragen. Babesiose kommt in vielen Europäischen Ländern, u.a. in Süddeutschland, im Mittelmeerraum und in östlichen Ländern vor. Die Erreger heißen Babesien. Babesien sind Einzeller, welche die roten Blutkörperchenbefallen  und zerstören. unbehandelt führt Babesiose häufig zum Tod des Tieres.
Babesia canis wird durch die Auwaldzecke (Dermacentor reticularis) übertragen, die sich mittlerweile in ganz Mitteleuropa ausgebreitet hat. Diese Babesien-Unterart ist im deutschsprachigen Raum am häufigsten für Erkrankungen bei Hunden verantwortlich. Ursprünglich nur in Nordafrika, Nord- und Mittelitalien, Frankreich und im südlichen Teil Ungarns und Österreichs vorkommend, gibt es mittlerweile Naturherde in Deutschland, der Schweiz, Holland und Polen. Der Erreger ist stark krankheitsauslösend (Quelle: Wikipedia).
Babesia canis vogeli wird durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. Infektionen mit diesem Erreger sind in Mitteleuropa selten und verlaufen mild. Verbreitet ist B. c. vogeli in Nordafrika, dem Mittelmeerraum und Frankreich (Quelle: Wikipedia).
Babesia canis rossi wird durch Haemaphysalis leachi verbreitet und kommt nur in Afrika südlich der Sahara vor. Der Erreger ist stark krankheitsauslösend (Quelle: Wikipedia).
In Europa dominieren beim Menschen Infektionen durch Babesia divergens, in den Vereinigten Staaten durch Babesia microti (Quelle: Wikipedia).
Rechtzeitig behandelt sind die Chancen sehr gut. Bei späterer Erkennung führt eine Hunde-Babesiose nach Reaktivierung durch diverse andere Erkrankungen häufig zum Tod des Tieres.
 
Dirofilariose (Herzwurmkrankheit):
Dirofilarien immitis (Herzwürmer) werden durch Stechmücken durch Zecken und durch Flöhe übertragen. Die Herzwurmerkrankung (Dirofilariose) ist vor allem eine parasitäre Krankheit der Hunde und nur schwer behandelbar. Oft verläuft sie tödlich.
Dirofilarien kommen vor allem in Nordamerika vor. Sie sind u.a. aber auch in Italien, Griechenland, Südfrankreich, Portugal, Spanien, den spanischen Inseln und weiteren tropischen und subtropischen Klimazonen heimisch. Einzelfälle wurden auch in Ungarn und im Tessin beobachtet. Ansteckungsgefährdet sind auch Hunde bei Urlaubsreisen in diese Regionen. Unbehandelt führt die Dilofilariose zum Tod des Tieres.
Der Erreger der Dirofilariose ist die Filarienart Dirofilaria immitis. Diese Parasiten sind obligat zweiwirtig. Ein Teil des Entwicklungszyklus, vom Larvenstadium 1 bis 3 (Mikrofilarien), verläuft in Stechmücken. Bislang wurden über 70 Stechmückenarten als Träger nachgewiesen, allerdings nicht die in Mitteleuropa heimischen Arten. Die Stechmücke überträgt beim Saugakt diese Mikrofilarien auf den Wirt (Quelle: Wikipedia).
In der Unterhaut erfolgt die Entwicklung zum Larvenstadium 4. Diese wandern über die Muskulatur in die Blutgefäße ein und entwickeln sich innerhalb von 3 bis 4 Monaten zu den adulten Herzwürmern (Makrofilarien). Die adulten Herzwürmer sind etwa 1 mm dick und 20-30 cm lang und siedeln sich vor allem in der rechten Herzhälfte, im Truncus pulmonalis und den herznahen Abschnitten der Hohlvenen an. Etwa 6 Monate nach der Infektion bilden die Weibchen wiederum Mikrofilarien (Larve 1), die mit dem Blut in kleinere Blutgefäße gelangen und gegebenenfalls von Mücken beim Saugakt wieder aufgenommen werden (Quelle: Wikipedia).

Hepatozoonose:
Der Erreger ((Hepatozoon canis) wird durch die braune Hundezecke, Rhipicephalus sanguineus, übertragen, die ursprünglich nach Deutschland eingeschleppt wurde und sich seit etwa Ende der 90er Jahre auch hier vermehrt. Die Infektion erfolgt durch Zerbeißen und Verschlucken einer Zecke, die den Erreger in sich trägt, also nicht wie bei anderen Erkrankungen durch den Stich der Zecke.  Die Prognose für erkrankte Hunde ist schlecht. Einige Hunde gesunden unvermittelt, andere verenden. Die Erkrankung kann momentan noch nicht entsprechend therapiert werden.
Verbreitungsgebiet der braunen Hundezecke ist u.a. Spanien Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland (vgl. Graphik oben). Hepatozoen befallen die weißen Blutkörperchen, insbesondere die eosinophilen Granulozyten und Monozyten, sowie Endothelzellen der Milz, Leber, Muskulatur, Lungen und des Knochenmarks. In Geweben verursacht die Infektion eine eitrig-granulomatöse Entzündung. Durch Bildung von Immunkomplexen kann eine Glomerulonephritis oder Amyloidose entstehen (Quelle: Wikipedia).

Zu guter letzt etwas über die - auch in Deutschland weit verbreitete - Borreliose:
Erreger der Borreliose sind winzige Bakterien. Hauptüberträger ist der in Deutschland weit verbreitete "Holzbock". Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig eindeutige Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Die einsetzenden Gelenksentzündungen lassen schon eher einen Verdacht auf Borreliose aufkommen.
Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterläufen. Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe beschädigt werden. Die Behandlung der Borreliose ist zwar möglich aber langwierig.
Wann und wo besteht Infektions-Gefahr? Das Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind. In vielen Orten trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. Der Holzbock lauert besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst. Gefährdet sind alle Hunde, die sich in zeckenreichen Gebieten aufhalten (Quelle: Wikipedia).
Die Erreger werden durch Zecken, Stechmücken und Bremsen übertragen. Die Erkrankung kommt beim Menschen, allen anderen Säugetieren sowie Vögeln vor. Der Erreger der Lyme-Borreliose ist weltweit verbreitet. In Deutschland gibt es ein Süd-Nordgefälle bei der Durchseuchung des Holzbocks. Während in den nördlichen Bundesländern die Zecken nur etwa zwischen 6 % bis 10 % mit Borrelia burgdorferi durchseucht sind, liegt die Durchseuchungsrate im süd- und mitteldeutschen Raum bei etwa 20 % bis 30 %. Regional liegt die Quote der infizierten Zecken bei bis zu 50 % (Quelle: Wikipedia).


Kann ich mich bei einem erkrankten Hund anstecken?
Kann ein erkranktes Tier andere Hunde anstecken?

Leishmaniose:
Leishmanien sind einzellige Parasiten, die sich im Zellinneren von weißen Blutkörperchen vermehren und die zelluläre Abwehr als wichtigen Teil menschlicher und tierischer Immunabwehr schwächen.
Wie entsteht die Krankheit?
Der Überträger (Zecke) saugt infiziertes Blut und nimmt mit diesem eine noch unbegeißelte Form von Leishmanien auf, die sich zunächst im Darm des Überträgers ansiedeln und dort zu größeren und begeißelten Formen heranbilden. Die voll entwickelten Parasiten wandern in den Stechrüssel der Zecke und gelangen von dort direkt beim nächsten Stechen in die Haut und die Blutbahn des Opfers. Die voll entwickelten Leishmanien dringen in Zellen der Haut und in lokale weiße Blutkörperchen ein und vermehren sich zunächst dort im Zellinneren. Nach der Vermehrungsphase durchdringen die Parasiten die Zellmembran und verbreiten sich im Organismus. Dort befallen sie Organe des Abwehrsystems: Thymusdrüse, Milz, Knochenmark, Lymphknoten, Mandeln, lymphatische Gewebe im Darm, im Harntrakt und in den Atemwegen.
Die Inkubationszeit ist dabei sehr unterschiedlich und kann zwischen einem Monat und sieben Jahren betragen.
Entsprechend der Immunantwort des Organismus verläuft die weitere Krankheit. Resistente Tiere reagieren auf die Infektion mit einer zellvermittelten Immunantwort über T1-Helferzellen. Überwiegt hingegen eine Immunglobulin-vermittelte Immunantwort, werden die trotz der Anheftung von Antikörpern noch infektionsfähigen Erreger wiederum von Makrophagen aufgenommen und die Infektion breitet sich aus. Mit zunehmender Dauer der Erkrankung wird diese Immunantwort immer unspezifischer, was durch ein Übermaß an zirkulierenden Antigen-Antikörper-Komplexen letztlich zur Ausbildung von Symptomkomplexen wie der viszeralen Form, des Nierenversagens oder zum Tod führen kann (Quelle: Wikipedia).
Erkrankte Hunde sollten, falls die Haut betroffen ist (kutan), aus hygienischen Gründen nicht zu Kindern gelassen werden. Übertragung durch Hundebisse, Speichel oder frisches Blut ist zwar unwahrscheinlich aber deshalb noch letztlich nicht ausgeschlossen.
Übertragunsweg: Die Übertragung erfolgt durch den Stich der Sandmücke. Das Insekt ist dämmerungsaktiv.  Die Sandmücke kann den Erreger auch auf Menschen übertragen.
Direkte Übertragung von krankem auf gesunden Organismus: Möglich über Blut-Blut Kontakt, z.B. über kontaminierte Injektionsnadeln, Bluttransfusionen, offene Wunden. Eine Übertragung von Hund-Mensch oder Hund-Hund ist möglich, aber äußerst selten.

Ehrlichiose:
Der Erreger (Ehrlichia canis) wird durch den Biss der Zecke übertragen. Eine Infektion des Menschen, (bekannt als humane monozytäre Ehrlichiose) ist eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen, wenn es zu direktem Blutkontakt zwischen infiziertem Hund und Mensch kommt. Die Ehrlichiose ist mit Antibiotikum (Amoxycyclin) bedingt therapierbar.
Übertragungsweg: Die Übertragung erfolgt durch den Biss der Zecke (braune Hundezecke)
Direkte Übertragung von krankem auf gesunden Organismus: Hunde-Ehrlichiose ist wahrscheinlich nicht auf Menschen übertragbar. Über direkten Blutkontakt (Bluttransfusion) ist eine Übertragung Hund-Hund möglich.

Babesiose:
Die Erreger (babesia canis canis, Babesia canis vogeli und Babesia canis rossi) werden durch Zecken übertragen. Eine Übertragung humanpathogener Babesien auf den Menschen findet über Zecken statt.
Übertragungsweg: Die Übertragung erfolgt über den Biss der Zecke (braune Hundezecke, Schafzecke).
Direkte Übertragungvon krankem auf gesunden Organismus: Übertragung durch Bisse und direkten Blutkontakt Hund-Hund möglich. Eine Übertragung über die Placenta Hund-Hund wird angenommen. Es existieren Babesienarten (b. microti, B. bovis, B. divergens), an denen der Mensch erkranken kann. Eine Infektion eines Menschen mit B. canis ist bisher nicht bekannt. Rein theoretisch bestünde aber eine Infektionsmöglichkeit Mensch-Hund über direkten Blutkontakt (z. B. Bluttransfusion).

Dirofilariose (Herzwurmkrankheit):
Dirofilarien immitis (Herzwürmer) werden durch Stechmücken und durch Flöhe übertragen. Die Herzwurmerkrankung (Dirofilariose) ist eine parasitäre Krankheit der Hunde, seltener auch der Katzen.
Übertragungsweg: Die Übertragung erfolgt durch den Stich von Stechmücken oder Flöhen.
Direkte Übertragung von krankem auf gesunden Organismus: Übertragung über die Placenta Hund-Hund ist möglich.

Hepatozoonose:
Der Erreger, Hepatozoon canis, wird oral durch Fressen oder Verschlucken der Zecken übertragen. Empfänglich sind vor allem Hunde. Bei Katzen lässt sich der Erreger zwar nachweisen, verursacht aber vermutlich keine Krankheitserscheinungen. (Quelle: Wikipedia)
Übertragungsweg: Die Übertragung erfolgt durch Zerbeißen und Verschlucken der Zecke (braune Hundezecke).
Direkte Übertragung von krankem auf gesunden Organismus: Da die Übertragung durch Verschlucken der Zecke erfolgt, ist eine Übertragung Hund-Mensch nicht möglich.

Borreliose (Lyme-Borreliose):
Übertragungsweg: Die Übertragung erfolgt durch den Biss der Zecke.
Direkte Übertragung von krankem auf gesunden Organismus: Eine direkte Übertragung der Borrelien Mensch - Mensch ist nicht bekannt, d. h. erkrankte Personen sind nicht ansteckend. Eine Übertragung durch Bluttrasfusionen ist grundsätzlich möglich.  


Welche Symptome zeigen die einzelnen Mittelmeerkrankheiten -
Notwendige Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten

Leishmaniose:
Symptome:
Abmagerung, im allgemeinen Schwäche, Durchfall und Erbrechen, häufig Haarausfall, Ekzeme. Hautveränderungen, Augenveränderungen, Lymphadenmegalie, Epistaxis, Polyphagie (Inappetenz), Nierenversagen (Polyurämie, Polydisurämie), Vomitus, Apathie.
Inkubationszeit: 3 bis 7 Monate
Untersuchung: Labor, Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Leishmanium infantum (Serum)
Behandlung:
Klinisch gesunder Hund (niedriger Antikörpertiter): Kontrolluntersuchung nach 6 Monaten.
Klinisch gesunder Hund (hoher Antikörpertiter): Behandlung mit Allopurinol, Kontrolle nach 3 Monaten, Behandlung bei Fortbestehen der hohen Antikörper bzw. Behandlung bei Auftreten von klinischen Symptomen.
Klinisch erkrankter Hund: Allopurinol, Antimon-Präparate (Natrium-Stibogluconat, Meglumin Antimonate (Glucantime)
max. Therapieerfolg: Ein erkrankter Hund ist nicht heilbar, die Symptome können aber mit lebzeitiger Medikamentengabe weitgehend unter Kontrolle gehalten werden.

Ehrlichiose:
Bei negativem Befund ist eine Infektion unwahrscheinlich. Der Befund kann trotz bestehender Infektion nur dann negativ sein, wenn die Infektion frisch ist (ca.7-28 Tage alt ist). Kontrolluntersuchung nur bei späterem Auftreten von Symptomen, für die es keine anderen Ursachen gibt. Solche Symptome können sein: rezidivierendes Fieber, chronischer Durchfall (Diarrhoe), allgmeine Schwäche, Lypphadenomegalie, Blutungsneigung, Blutbildveränderungen (Thrombopenie, Leukopenie, Anämie).
Symptome: manchmal keine Symptome. Aufschluss gibt nur eine Blutuntersuchung! Häufig können hohes Fieber, Schwäche, Gelenkbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen Symptome sein.
Absinken der Thrombozyten ist typisch, was sich durch eine Blutungsneigung zeigt.
akute Phase,Dauer 2 bis 4 Wochen: Unspezifisch: allgmeine Schwäche, manchmal Fieber, Augen- und Nasenlaufen, Lymphadenomegalie, Splenomegalie, Petechien, Ecchymosen.
Asymptomatische Phase, Dauer 40 bis 120 Tage: Elimination möglich.
Chronische Phase: Lymphadenomegalie, Splenomegalie, Epistaxis, Petechien, Ecchymosen, Augensymptomatik, neurologische Ausfälle. Blutwerte: Hyperglobulinämie, Lymphozytose, Thrombozytopenie, Anämie, Panzytopenie
Inkubationszeit: 8 bis 20 Tage
Untersuchung: Labor, Blutuntersuchung auf Antikörpertiter
Behandlung: 6 bis 7 Wochen Antibiose, z. B. mit Ronaxan (Tetrazyclin, Doxicyclin)
max. Therapieerfolg: Die Krankheit ist im Anfangsstadium und in der asymptomatischen Phase heilbar. Klinische Verbesserung 24 - 48 Stunden nach Therapiebeginn, Ansteigen der Thrombozyten, Verschwinden der Hyperglobulinämie, Antikörper können jahrelang bestehen bleiben, PCR. Chronische Formen sind zwar kurzfristig therapierbar. Eine Heilung ist aber eher unwahrscheinlich und macht eine lebenslange Therapie mit Antibioticum (s.o.) in Abständen erforderlich.

Babesiose:
Bei negativem Befund ist eine Erkrankung unwahrscheinlich. Ein falsch negatives Ergebnis ist nur möglich, wenn die Infektion sehr frisch ist (8 bis 10 Tage alt) oder der Hund noch sehr jung ist. Kontrolluntersuchung nach 2 bis 3 Wochen
Symptome:
Übelkeit, Schwäche, später hohes Fieber und evtk. dunkler Urin. Blasse Schleimhäute, Ikterus, Splenomegalie. Blutwerte: Hämolytische Anämie, Thrombozytopenie, Biliburinämie, Hämaturie, Azotämie
Inkubationszeit: 7 bis 21 Tage
Untersuchung: Labor, Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Babesia canis (Serum)
Behandlung: mit Antibiotikum (z. B. Doxicyclin)
max. Therapieerfolg: Die Krankheit ist heilbar. Ansteigen von Thrombozyten und Hämatokrit, PCR. Antikörperkontrolle 4 bis 6 Monate nach überstandener Erkrankung

Dirofilariose (Herzwurmerkrankung):
Ein falsch negativer Befund kann vorliegen, wenn die Infektion erst 4 bis 6 Monate zurückliegt, d.h. die Würmer noch unreif sind, wenn der Hund weniger als 4 Wochen alt ist, die Diagnose zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat des Hundes erfolgt, nur wenige oder Einzelwürmer vorhanden sind oder ausschließlich unisex stämmige Würmer vorhanden sind. Falsch negative Befunde ergeben sich auch bei einer Vorbehandlung mit Antiwurmmitteln (z. B. Ivermectin) oder bei einer Immunreaktion gegen Mikrofilarien. Es empfiehlt sich eine Wiederholung der Antigen-Bestimmung nach 1 bis 2 Monaten.
Symptome: Husten, Leistungsschwäche, Atemnot (Dyspnoe), Gewichtsverlust. Manchmal Hauterhebungen und Ekzeme. Blutwerte: Eosinophilie, Basophilie, Proteinurie,
Inkubationszeit: 70 Tage bis 6 Monate
Untersuchung: Labor, Nachweis von Dirofilaria immitis Antigen (EDTA-Vollblut), Microfilarien-Nachweis (EDTA-Vollblut/Blutausstrich). Röntgenologische Untersuchung (Lunge, Herz), Ultraschall
Behandlung:  u.a. Antibiose (Doxicyclin) + Adultizid (Melasormine) + Mikrofilarizid (z. B. Milbemycin, Ivermectin) + mehrwöchige Ruhe
max. Therapieerfolg: Die Erkrankung ist heilbar. Radiologisch nachweisbare Besserung etwa innerhalb von 2 bis 3 Wochen nach der Therapie. Antigentest 6 Wochen nach der letzten Behandlung.

Hepatozoonose:
Symptome: unspezifische Zeichen einer Allgemeininfektion: Fieberschübe, Gewichtsabnahme,  Lymphknotenschwellungen, anämische Schleimhäute. Bei Eindringen der Sporozoiten in die Darmschleimhaut: blutige Durchfälle, Inappetenz. Bei Schizontenbildung in der Muskulatur: Überempfindlichkeit vor allem in der Lendenregion, Muskelentzündungen, steifer Gang, Muskelschwund. Bei jungen Hunden häufig Reaktion der Knochen mit Ausnahme des Schädels. Blutwerte: nomozytäre, normochrome Anämie)
Inkubationszeit: 2 bis 4 Wochen
Untersuchung: Labor, Blutuntersuchung, Neutrophilie mit Linksverschiebung, nomozytäre, normochrome Anämie, erhöhte Aktivität der alkalischen Phosphatase. Blutausstrich: Gamonten. Histologischer Nachweis der Schizonten, Muskelbiopsie
Behandlung: Kombination von Imidocarb + Doxycyclin oder + Trimethoprim + Sulfonamiden. Decoquinat vermindert die Gefahr von Rezidiven.
max. Therapieerfolg: Eine vollständige Elimination des Erregers ist nicht möglich. Lediglich eine (vorübergehende) klinische Heilung kann erreicht werden.

Quellen: Wikipedia, Dr. med. vet. Siegfried Graf


Wie kann ich mein Tier am besten schützen?

Einziger Schutz ist die Propylaxe durch Verhinderung eines Zeckenbefalls oder der Abwehr von Stechmücken.

Für alle Mittel gilt: Sie sollten nach Möglichkeit nur am gesunden Tier angewendet werden. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt ist in jedem Fall notwendig.

Gegen Zecken bewährt haben sich auch die sogenannten „Spot on“, die auf die Haut aufgeträufelt werden und je nach Präparat etwa 3 bis 4 Wochen wirksam bleiben (z. B. Preventic)
Reisekrankheiten der Hunde
Verbreitungsgebiet der braunen Hundezecke
Die braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus wird aus mediterranen Ländern nach Deutschland eingeschleppt. Sie überlebt in beheizten Räumen und kann sich dort schnell vermehren. Die braune Hundezecke kann neben Babesiose und Ehrlichiose die gefährliche Hepatozoonose übertragen.