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Letzte Aktualisierung: 27/10/17   09:23
  27 Oktober 2017
Laila aus Bahrain

Aus Liebe mit Verstand

        Die Seite für eine seriöse Hundevermittlung

 

 

EU-Ausweis
Wenn Ihr Hund sie häufig ins Ausland begleiten soll, ist der EU-Ausweis für Hunde für Sie  wichtig. Dieser darf vom Tierarzt nur für nachweislich gesunde Hunde ausgestellt werden.

Untersuchung auf Mittelmeerkrankheiten
1) Wenn Sie einen Hund aus dem Ausland übernehmen, fragen Sie im Einzelfall nach, ob der Hund den „Mittelmeer-Check“ hat und lassen Sie sich die Befunde hierzu für Ihre Unterlagen mitgeben. Das erspart Ihnen im Zweifel den Besuch beim Tierarzt. Für Ihr Tier ist es immens wichtig, dass Sie über seinen Gesundheitszustand Bescheid wissen, da Sie sonst keine entsprechende Behandlung einleiten oder weiterführen können. Zum Für und Wider betreffend den Import kranker Hunde siehe Kapitel II Ziffern 4 und 5.

2) Zu der Frage, ob auch positiv getestete (also kranke) Hunde aus dem Ausland nach Deutschland importiert werden sollten, gehen die Meinungen weit auseinander. Selbstverständlich hat auch oder hat gerade ein krankes Tier ein Anrecht auf ein schönes Leben in Geborgenheit - es ist sogar in verstärktem Maße auf menschliche Hinwendung und Pflege angewiesen.

Auf was sollten Sie vor der Anschaffung
eines Hundes achten?
Gegner des Imports kranker Hunde warnen, dass der Import von infizierten Tieren ein unüberschaubares Risiko für die Verbreitung dieser Krankheiten auch hierzulande darstellt. So stellen sie u.a. fest, dass inzwischen auch in Deutschland Krankheitsfälle durch Übertragung von Zecken entstanden sind, die sich Mensch und Tier vor ein paar Jahren nur im Ausland holen konnten. Es fanden sich in Deutschland Zecken, die Träger von Babesia canis oder Ehrlichia canis waren. Noch sind dies Einzelfälle. Sandmücken gibt es inzwischen infolge der zunehmenden Erwärmung auch vereinzelt in Deutschland, so dass eine verbreitete Infizierung mit Leishmanien in ein paar Jahren hierzulande durchaus denkbar wäre. Einzelfälle infizierter Menschen und Hunde in Deutschland, die vor ihrer Infizierung nachweislich nicht im Ausland gewesen waren,  sind bereits nachgewiesen.

Befürworter des Imports kranker Hunde argumentieren, dass es keinen Unterschied mache, ob ein Hund aus Deutschland im Ausland krank würde und mit seinem Besitzer nach Deutschland zurückreise oder ob ein Auslandshund, der krank sei, nach Deutschland gebracht würde. Der Unterschied sei lediglich, dass der Besitzer des „deutschen“ Hundes nicht unbedingt wisse, dass sein vorher gesunder Hund nun infiziert sei.

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Hundebesitzer rückhaltlos Aufklärung über den Gesundheitszustand seines (zukünftigen) Hundes erhalten muss. Dies ist sowohl für das Tier als auch für den Halter unablässig.

Ich möchte einen Hund, der krank ist, zu mir holen - auf was muss ich achten?
Vorwissen ist in diesem Zusammenhang wichtig. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass ein krankes Tier für Sie auf alle Fälle Mehraufwand an Zeit und Kosten bedeutet, denn Ihr Hund muss häufig tierärztlich betreut werden. Bei dem Sonderfall der Leishmaniose (vgl. Seite „Gesundheit“), die nach heutigem Standard nicht heilbar ist, heißt das lebenslange medizinische Versorgung und Achtung auf Hygiene (vgl. Seite „Gesundheit“). Darüberhinaus sollten Sie möglichst nicht in einem Gebiet wohnen, in dem es bereits Vorkommen der Sandmücke gibt.

Was kann ich tun? Mein Hund ist nicht stubenrein!
Hundewelpen müssen - im Gegensatz zu Katzenwelpen - das Stubenrein sein erlernen. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei einem Hund aus dem Ausland oft um ein Tier handelt, das vor Ihnen niemand zur Stubenreinheit erzogen hat. Das heißt: Sie müssen nahezu immer bei „0“ anfangen. Auch ein erwachsener Hund begreift sehr schnell, dass er in Wohnräumen kein Geschäft verrichten darf. Im Gegensatz zu Welpen oder Junghunden (ohne schlechte Erfahrungen im Vorfeld), nimmt es jedoch ein älterer Hund wesentlich weniger selbstverständlich auf, wenn er plötzlich von Ihnen ausgeschimpft wird, für eine Tat, die in seinen Augen in Ordnung war.  
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, warum ein Hund in den Wohnbereich „macht“. Manche Hunde sind eigentlich stubenrein. Sie wissen ganz genau, dass sie den Teppich oder Boden nicht verunreinigen dürfen, haben aber schlicht nicht begriffen, WIE sie sich rechtzeitig bemerkbar machen sollen und zeigen nach der „Tat“ ein deutlich schlechtes Gewissen.
Ein Hund, den sie „aus zweiter Hand“ haben, kann bereits durch falsche Bestrafung nachhaltig traumatisiert sein. Der Mensch „vor“ Ihnen hat den Hund vielleicht geschlagen oder angeschrien, immer wenn das Malheur passiert war.
Wenn dieses - für den Hund schreckliche - Erlebnis nicht in direktem zeitlichen Zusammenhang mit der Verrichtung seines kleinen oder großen Geschäfts stand, konnte er gar nicht verstehen, WARUM er geschlagen oder ausgeschimpft wurde. Auf alle Fälle hat die drastische Art und Weise der Bestrafung ein tiefes Angstgefühl bei dem Tier ausgelöst.
Der Hund verwertet das Erlebnis aber nur als „schlechte Erfahrung mit Menschen“. Er zieht daraus den Schluss, dass Menschen unberechenbar sind und aus ihm unverständlichen Gründen sehr böse sein können.
Wenn Sie nun ihrerseits aggressiv reagieren, erreichen Sie keine Verbesserung, sondern das genaue Gegenteil! In der Folge wird der Hund Kot und Urin nur noch heimlich absetzen: Vielleicht wartet er, bis Sie außer Haus oder zu Bett gegangen sind.

Wie erziehe ich meinen Hund zur Stubenreinheit?
Es gibt viele Methoden zur Sauberkeitserziehung von Hunden. Im Internet oder in Büchern finden sie den für Sie geeigneten Weg. Wichtig ist, dass Ihr Hund sich nicht für das Absetzen seines Geschäfts schlechthin bestraft fühlt. Auf diese Idee könnte er kommen wenn Sie es falsch anpacken.

Ein Beispiel: Sie wachen am Morgen erfrischt und munter auf, begrüßen als erstes Ihren Hund, der Ihnen freudig entgegenkommt. Ein wenig später erreicht ihre Nase ein verdächtiger Geruch. Sie gehen der Geruchsspur nach und entdecken einen „Haufen“ oder eine Lache, mitten auf Ihrem guten Wohnzimmerteppich. Wie vom Donner gerührt, rufen Sie scharf und unfreundlich nach Ihrem Hund, weisen ihn , als er nichts ahnend antrabt, auf die verunreinigte Stelle hin. Dann packen Sie ihn im Genick, schütteln ihn und stoßen ihn mit der Nase in seine eigenen Exkremente. SO DÜRFEN SIE ES AUF KEINEN FALL MACHEN! Ihr Hund lernt dadurch nur, dass er vor Ihnen Angst haben muss, weil sie unberechenbar sind. Er denkt vielleicht auch, dass sie das Koten und urinieren allgemein bestrafen. Da er aber irgendwann wieder Urin und Kot absetzten muss, kommt ein Teufelskreis in Gang.

Bleiben Sie also ruhig und möglichst gelassen und beseitigen sie das Malheur kommentarlos. Denken Sie immer daran, dass Ihr Hund lernwillig ist und alles tun möchte, um Ihnen zu gefallen. Loben Sie Ihren Hund immer, wenn er sein Geschäft dort verrichtet, wo Sie es wünschen. Loben Sie ihn unbedingt, WÄHREND er dies tut.

Unterschieden werden muss auch, ob der Hund Kot oder Urin im Wohnraum abgesetzt  hat.
Ursache für das Absetzen von Kot in Haus oder Wohnung sind nämlich sehr häufig Verdauungsprobleme (z. B. wegen einer bakteriellen Infektion oder Nahrungsmittelunverträglichkeit mit Blähungen und Durchfall) aber auch nicht ausreichendes Spazierengehen. Beseitigen Sie diese Ursachen, gehört auch meist das Koten im Wohnraum der Vergangenheit an.

Setzt Ihr Hund Urin im Haus ab, müssen Sie zunächst ausschließen, dass Ihr Tier an keiner Blasenentzündung mit ständigem Harndrang, an Blasensteinen oder sonst einer Krankheit leidet, die zu verstärktem Harndrang führt. Bei Hündinnen ist manchmal auch eine schlecht gemachte Kastration schuld daran, dass der Hund Urin nicht mehr so gut zurückhalten kann. Wenn Ihr Tierarzt organische Ursachen ausgeschlossen hat, ist es wichtig, herauszufinden, warum Ihr Hund auf den guten Teppich oder Boden pieselt.

Ist es ein Kommunikationsproblem: Der Hund weiß nicht, wie er sich bemerkbar machen soll oder sind Sie unaufmerksam und bekommen nicht mit, dass Ihr Hund „raus“ muss? Feste Zeiten für ein kurzes „Gassi“ nach draußen sind für beide Seiten hilfreich.

Hat Ihr Hund Angst, vor Ihnen, vor einer Situation, vor einem anderen Menschen in seiner Umgebung? In der Hundesprache wird das Absetzen von Urin in Gegenwart eines anderen Hundes, als sehr starke Geste der Unterwerfung eingesetzt und dient der Streitvermeidung. Wenn der Hund vor Ihnen sozusagen „in die Knie geht“ und uriniert, spricht sehr Vieles für solch ein „Unterwerfungspieseln“. Ihr Hund bittet Sie auf diese Weise darum, ihm nichts zu tun. Völlig falsch wäre es demnach in diesem Augenblick, den Hund zu bestrafen oder auszuschimpfen, weil das seine Angst vor Ihnen noch steigern würde. Am Besten, Sie ignorieren den Vorfall völlig! Viele Angstpiesler wissen nämlich ganz genau (weil sie eigentlich stubenrein sind), dass sie nicht ins Haus machen sollen und erschrecken sich zusätzlich vor ihrer eigenen unwillkürlichen Aktion. Reagieren Sie jetzt ungehalten, setzen sie unter Umständen einen unglücklichen Kreislauf in Gang. Auch wenn es paradox klingt: Verwöhnen Sie Ihren Hund jetzt mit einem kleinen Leckerchen und zeigen Sie ihm auf diese Weise, dass Sie freundlich gesonnen sind und versuchen Sie herauszufinden, was an Ihnen Ihrem Hund Angst macht.

Traumatisierter Hund - was nun?
Sinnvoll wäre es, sich mit dem Verhalten von traumatisierten Hunden zu beschäftigen, d.h. zum Beispiel, Literatur über die Erziehung von traumatisierten Hunden zu lesen. Es gibt auch Hundetherapeuten, wenn Sie lieber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Oft genügt es aber schon, wenn Sie es fertig bringen, die Welt mit Hundeaugen zu sehen. Auch ein traumatisiertes Tier hat viele gute Seiten, die das Zusammenleben mit ihm schön machen. Es kann eine sehr lohnende und beglückende Aufgabe sein, solch einem Lebewesen, das Schlimmes durchgemacht hat, das Vertrauen allmählich zurückzugeben.